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Woran erkennt man gute Leser wissenschaftlicher Literatur?

Gute Leser wissenschaftlicher Literatur erkennt man nicht an ihrer Brille, sondern an dem Stift, den sie in der Hand halten. Sie wissen, dass ein Fachtext anders gelesen wird als eine Kurzgeschichte oder ein Roman und dass es sinnvoll ist, die während des Lesens aufgenommenen Informationen in irgendeiner Form festzuhalten. Anstelle einer wörtlichen Reduktion in Form einer Zusammenfassung eignen sich grafische Darstellungen des Gelesenen besonders gut. Wie der Name schon sagt, erstellt z. B. die „Mind Map“ eine Art Landkarte im Gedächtnis – und bietet damit einen besseren Überblick als eine Aneinanderreihung von Wörtern und Buchstaben. Sie entwickeln also parallel zum Leseprozess eine mentale Karte :

  • Was ist das Thema des Lesevorgangs? Stellen Sie diesen Begriff in den Mittelpunkt.
  • Was wissen Sie bereits über dieses Thema? Fügen Sie weitere Themen und Unterthemen im Uhrzeigersinn um das zentrale Thema herum hinzu. Sie können auch offene Fragen notieren.
  • Während des Lesens können Sie nun einzelne Informationen in Form von Stichworten zuordnen. Auf diese Weise entsteht vor Ihren Augen ein visuell leicht (oder leichter) zu erfassendes Bild.

Mindmaps scheinen eine Gemeinsamkeit mit Ovomaltine zu haben: Man liebt sie oder man hasst sie. Diese Visualisierungstechnik ist jedoch keine Geschmacksfrage, sondern nachweislich eine besonders effektive Methode, um Wissen ins Gedächtnis zu übertragen. Allein die Tatsache, dass man die Informationen strukturieren muss, macht es leichter, sie sich einzuprägen. Es lohnt sich also, ein wenig zu experimentieren und sich mit der Methode vertraut zu machen, trotz vielleicht einiger Anfangsschwierigkeiten. Wenn Ihnen das strenge Layout der klassischen Mindmap nicht zusagt, können Sie bedenkenlos freiere Cluster oder Lernplakate erstellen. Entscheidend ist, dass Sie die Informationen nicht nur lesen, sondern tatsächlich bewusst verarbeiten.




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