Es gibt beim Erlernen einer Fremdsprache immer wieder einige Vokabeln, die man sich einfach nicht merken kann bzw. von denen man das Gefühl hat, dass man sie zwar weiß, dass sie einem aber nicht im Augenblick einfallen! Und das, obwohl man sie schon hunderte Male wiederholt hat!

Um manche Vokabeln zu lernen, die partout nicht in das Gedächtnis wollen, kann man mit der Schlüsselbildmethode arbeiten, die auch Schlüs­sel­wort­me­tho­de oder Ersatzwortmethode genannt wird. Dabei verbindet man den Klang eines zu lernenden Wortes mit einem ähnlich klingenden Wort in seiner Muttersprache und entwickelt dazu eine bildliche Vorstellung, um sich die Vokabel schnell und nachhaltig zu merken. Reicht ein Bild bei einer Vokabel nicht aus, kann man eine kleine Bildgeschichte entwickeln: Bottle bedeutet Flasche und das Wort Bote klingt ähnlich wie der Wortbeginn, sodass man sich einen Boten in Uniform vorstellen kann, der eine Flasche bringt. Wenn man sich diese Szene möglichst konkret vorstellt und beide Bilder zugleich sieht, dann werden sich diese miteinander verknüpfen.

Die Schlüsselbildmethode hilft also, komplizierte Wörter einer Fremdsprache schnell und nachhaltig zu lernen, wobei der Klang des zu lernenden Wortes mit einem ähnlich klingenden Wort in der Muttersprache und einer bildlichen Vorstellung verbunden wird.

Auch diese Methode kann man nur dann anwenden, wenn man darin geübt ist. Daher sollte man immer mit einfachen Beispielen anfangen, die man hier finden kann: Schlüsselwort-Methode!

Was übrigens nicht so gut funktioniert sind Wörter wie Präpositionen, Konjunktionen, Pronomen!

Wesentlich dabei ist die bildhafte Assoziation zwischen dem Schlüsselwort und der Übersetzung der Vokabel, was die Einprägung der Assoziation fördert. Durch die bewusste Auseinandersetzung mit dem neuen Wort findet auch eine zusätzliche aktive mentale Verarbeitung statt, sodass der Inhalt besser als auswendig Gelerntes im Gedächtnis abgelegt wird. Damit die Schlüs­sel­wort­me­tho­de erfolgreich angewendet werden kann, sollte man darauf achten, dass eine akustische Ähnlichkeit des Fremdwortes mit dem Schlüsselwort vorhanden ist. Auch sollte das Schlüsselwort so gewählt werden, dass man ein einprägsames Bild zur Verknüpfung mit der Übersetzung entwickeln kann. Auch darf jedes Schlüsselwort nur mit einer bestimmten Übersetzung verknüpft werden, damit es in der Folge zu keinen Verwechslungen kommt.