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Sport als wichtiger Ausgleich bei Schülerinnen und Schülern

Sport ist wichtig. Die frühzeitige Förderung von Bewegung ist noch wichtiger. Fangen Sie so früh wie möglich an, Ihre Kinder zum Sport zu ermutigen. Die Entwicklung eines Kindes hängt stark vom Bewegungstraining ab. Zu viele Kinder haben heute aufgrund von Bewegungsmangel Probleme mit ihren motorischen Fähigkeiten. Probieren Sie es doch einmal mit Ihrem Kind aus:

  • Hat es Schwierigkeiten, rückwärts zu gehen?
  • Kann es einen Ball geschickt fangen?
  • Fällt es beim Balancieren leicht um?
  • Ist es wackelig auf dem Fahrrad?

Wenn eines der oben genannten Probleme zutrifft, hat Ihr Kind automatisch Probleme beim Lernen.

Und warum? Die Steuerung der Bewegungen übernimmt die Großhirnrinde, die maßgeblich für das Denken und Lernen verantwortlich ist. Wenn die Bewegung unsicher ist, ist auch das Lernen unsicher. Mit anderen Worten: Je mehr Kinder sich bewegen, desto besser lernen sie. Alles in Bewegung, alles im Fluss! Nur wer sich sicher bewegen kann, wer automatisch rechts und links, oben und unten, vorne und hinten unterscheiden kann, wird Zusammenhänge zum Beispiel in Mathe und Deutsch sicher und schnell erfassen können. Das ist wirklich erschreckend. Statt ihre Freizeit mit Sport zu verbringen, hängen zu viele Kinder heute nur noch vor der Spielkonsole, dem Fernseher oder dem PC herum. Auf diese Weise lernen sie nicht, zu klettern, zu hüpfen und zu springen. All das ist aber wichtig, um die verschiedenen Gehirnbahnen perfekt zu „vernetzen“. So fehlt ihnen der sportliche Ausgleich.

Sie tun Ihren Kindern keinen Gefallen, wenn Sie sie nicht fördern. Spätestens im Sportunterricht werden sie auffallen, wenn sie sich ungeschickt und unbeholfen bewegen. Dass das auch peinlich sein kann, ist klar. Ganz zu schweigen davon, dass diese Kinder auch anfälliger für Unfälle sind, weil sie einfach schlechter reagieren. Natürlich ist nicht jede Übung gleich. Wenn Sie einen Klettermax zu Hause haben, heißt das noch lange nicht, dass er auch die Feinmotorik beherrscht. Achten Sie also bitte auch darauf, dass die Feinmotorik gut trainiert ist. So sollten alle Bewegungen erlernt werden. Bälle fangen lernen, Badminton spielen, all das fördert auch die Feinmotorik, da es viel Arm- und Handeinsatz erfordert. Das sind einfache und spaßige Möglichkeiten, um zu trainieren! Gehen Sie einfach mit Ihrem Kind nach draußen, nehmen Sie einen Ball mit, üben Sie so oft wie möglich und so lange es Spaß macht. Auch hier gilt natürlich, dass Sie dies ganz ohne Druck tun. Fordern Sie Ihr Kind einfach zu einem Ballfangduell heraus oder: Wer gewinnt das Federballspiel? Also noch einmal: Seien Sie ein Vorbild. Gehen Sie viel zu Fuß. Fahren Sie nicht mit dem Auto bis zum Bäcker, gehen Sie zu Fuß. Bei Wind und Wetter, ganz egal! Nehmen Sie Ihr Kind mit, sorgen Sie dafür, dass es Bewegung bekommt! Die erwähnte Feinmotorik können Sie auch in der Küche trainieren. Lassen Sie Ihr Kind helfen, Kartoffeln zu schälen. Schneiden Sie Gemüse. Das fördert gleichzeitig die Zusammenarbeit. All dies sind Möglichkeiten, um Ihr Kind ohne großen Aufwand mobiler zu machen.

Auch finanzielle Engpässe sind keine Entschuldigung. Eine Küche haben Sie ja sowieso. Eine Wiese, ein Park, gibt es praktisch überall. Nutzen Sie jede Gelegenheit, um Ihr Kind schon früh zu viel Bewegung zu animieren. Schnappen Sie sich einen Ball oder einen Badmintonschläger und gehen Sie raus. Wenn es in die Pubertät kommt, ist es schon zu spät. Dann siegt der innere Schweinehund und Sie haben Stubenhocker zu Hause sitzen. Wer will das schon. Wenn Ihr Kind aber schon früh an viel Bewegung gewöhnt wird, wird es später im Leben nicht darauf verzichten wollen, weil es ihm einfach langweilig wird. Und genau so sollte es auch sein. Was es früh lernt, lernt es wie fast alles für das ganze Leben.




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