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Schlechtes Zeugnis: Schimpfen und Verbote helfen nicht

Der letzte Schultag vor den Sommerferien – für die meisten Schüler ein Grund, sich auf viele unbeschwerte Wochen zu freuen. Doch am Tag vor den Ferien gibt es noch Zeugnisse – und die sorgen nicht überall für strahlende Gesichter. Schließlich will kein Schüler schlechte Noten mit nach Hause bringen. Wenn das Zeugnis nicht so ausfällt wie erwartet, bedeutet das nicht nur Stress für die Kinder. Auch die Eltern sind oft enttäuscht über die schulischen Leistungen ihrer Kinder. Viele Eltern haben sich bereits in dieser Situation befunden. Doch was ist die beste Vorgehensweise?

Schimpfen, Verbote und Vorwürfe können das Kind entmutigen und demotivieren. Deshalb ist es ratsam, ruhig zu bleiben. Es hilft, zunächst darüber zu sprechen. Dazu sollte dem Kind ein sicherer Gesprächsrahmen geboten werden, in dem es sich wohl fühlt. Schließlich ist das Kind wahrscheinlich auch traurig und frustriert. Ein Grund für schlechte Noten kann auch Mobbing oder Kummer sein. Dies ist ein guter Zeitpunkt, um es mit dem Kind anzusprechen. Trost und Ermutigung sind in dieser Zeit die besten Ratgeber.

Es ist wichtig, herauszufinden, wo das Problem liegt und wo Fehler gemacht werden. Das Kind sollte in diesen Prozess einbezogen werden, denn es ist das Kind, das verstehen sollte, wo die Fehler liegen, damit es an ihnen arbeiten kann. In der Regel weiß das Kind am besten, wo Fehler auftreten.

Motivation bringt den Prozess beim Kind erst richtig in Gang. Eltern und Kinder sollten sich gemeinsam kleine, vorhersehbare und erreichbare Ziele setzen. Erfolge wirken wie ein echter Motivationsschub. Um die Motivation zu unterstützen, ist es wichtig, das Kind zu loben. Lob stärkt das Selbstvertrauen und ist besonders während des Lernprozesses wichtig. Wenn es sich also um ein Kooperationsproblem handelt, könnte die Stärkung des Selbstbewusstseins dazu führen, dass das Kind mehr Fortschritte macht.

Nachhilfeunterricht kann durchaus in Betracht gezogen werden. Hier ist es jedoch wichtig, Nachhilfeangebote zu vergleichen und auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes abzustimmen.

Manchmal kann der Eindruck entstehen, dass die Noten ungerecht verteilt sind. Wenn Sie diesen Verdacht haben, sollten Sie mit der Lehrkraft sprechen. Die Lehrkraft ist verpflichtet, genaue Auskünfte über die Zusammensetzung der Noten zu geben. Bleibt der Verdacht bestehen, ist es hilfreich, sich an andere Lehrkräfte zu wenden.

Manchmal fällt es Kindern und Jugendlichen schwer, mit ihren engsten Bezugspersonen darüber zu sprechen, aus Angst, sie zu enttäuschen. In diesem Fall kann eine unabhängige Person hilfreich sein. Wenn die Angelegenheit geklärt ist, ist die Blockade meist nicht mehr so groß.




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