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Lebenslanges Lernen – was ist das?

Bildung findet nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben statt. Der Begriff bezieht sich also nicht nur darauf, dass jeder Mensch in Bildungseinrichtungen, die sich über das ganze Leben erstrecken, zum Lernen angeregt werden soll, sondern Lernen ist ein alltägliches Phänomen, das sich über die gesamte Lebenszeit erstreckt, also auch über die Phase der Kindheit und Jugend. Der Begriff des Lernens selbst wird als die konstruktive Verarbeitung unterschiedlicher Informationen und Erfahrungen zu Wissen, Einsichten und Kompetenzen verstanden. Jedes Individuum lernt jedoch nicht nur, sich neues Wissen anzueignen, sondern auch, alte Erfahrungen neu zu analysieren und zu interpretieren.

Wissen ist nicht von Dauer, es wird mit der Zeit wertlos und veraltet. Wir müssen uns also jederzeit neues Wissen aneignen, um der Halbwertszeit entgegenzuwirken und unseren Platz in der Gesellschaft zu behaupten, und das geht nur, wenn wir jeden Tag lernen und unser Wissen erneuern und erweitern.

Damit lebenslanges Lernen wirklich ein Leben lang begleitet, müssen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt sein, damit dies reibungslos funktioniert. Einmal die Motivation zum Lernen, sowie das Lernen des Lernens, also die Lernkompetenz und schließlich auch die Kompetenz, das Lernen selbst zu steuern, also eine gewisse Lernorganisationskompetenz, sind Voraussetzungen, damit ein lebenslanges Lernen angeregt werden kann.

Die wohl beste Motivation für lebenslanges Lernen ist die Erfahrung, dass Lernen Sinn macht. Um dies zu fördern, bedarf es einer bestimmten Lern- und Lehrkultur, die die Freude am Lernen und auch die Freude an der Leistung vermittelt. Auch das Lernumfeld kann den Erwerb von fachspezifischen und überfachlichen Kompetenzen positiv beeinflussen. Das Umfeld des Menschen sollte in den Lernprozess einbezogen werden, sowohl die Organisation als auch die Gestaltung des Arbeitsplatzes, die das Lernen fördern. So müssen die Menschen in die Lage versetzt werden, Wissen zu finden, auszuwählen, zu bewerten und anzuwenden, was mit Hilfe von Kompetenzen erreicht werden kann.




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