Handschrift vs Tippen

Studien legen nahe, dass Informationen, die man per Hand niederschreibt, viel tiefer in das Gehirn eingeschrieben werden, als wenn man dafür eine Tastatur benutzt. Viele bevorzugen die Tastatur wegen der größeren Leserlichkeit und der größeren Geschwindigkeit solcher Notizen. Allerdings ist genau dieser Aspekt, der das Schreiben mit der Hand so mühsam macht, auch der große Vorteil, denn die Bewegungen beim Schreiben haben mit bestimmten Arealen im Gehirn zu tun, die direkt mit Arealen, die mit Emotion und Gefühl zu tun haben, verbunden sind. Nur Tippen, also einzelne Tasten zu drücken, aktiviert diese Bereiche nicht, denn nur die vielen kleinen Bewegungen, die man beim Schreiben ausführt, sorgen dafür, dass man bedächtiger und fokussierter ist. Beim Mitschreiben etwa in einer Vorlesung achtet man auch viel eher darauf, was genau gesagt wird und was wirklich wichtig ist, denn die Informationen werden dabei direkt verarbeitet und in eigenen Worten formuliert und festgehalten, sodass man von Hand Geschriebenes auch besser behält als Getipptes.