Gedächtnispalast, eine zeitaufwändige Methode

Der Gedächtnispalast eine Mnemotechnik, die bereits von den alten Griechen und Römern angewendet worden war. Diese Merkstrategie ist über zweitausend Jahre alt und hat ihren Ursprung in einer strukturellen Entwicklung aus der Loci- und Routen-Methode der antiken römischen und griechischen Rhetorik-Schulen. Ziel dabei ist es, Schlüsselbegriffe einer Rede mit bestimmten Orten zu verbinden (Loci-Methode) und diese Orte in einer einzigen während der Rede dann mental abzugehenden Route zu merken (Routen-Methode).

Derzeit erlebt diese Technik einen Aufschwung, denn im Prinzip geht es beim Gedächtnispalast darum, imaginäre Räume zu schaffen, in denen man die Dinge, die man sich merken möchte, ablegt. Man kann etwa die eigene Küche visualisieren und in ihr alles verstauen, was man einkaufen möchte, wobei sich das Gehirn Surreales, Abweichungen von der Norm leichter merken kann. Deswegen sollte man die Dinge, die man im Gedächtnispalast ablegt, in seinem imaginären Raum mit Farben, Gerüchen oder Geräuschen verknüpfen. Oft hilft auch, sich mit den Merkobjekten eine skurrile Geschichte zu überlegen.

Natürlich müsse diese Technik anfangs sehr intensiv geübt und trainiert werden. Einen Gedächtnispalast aufzubauen ist allerdings eine zeitaufwändige Methode und um ihn später nutzen zu können erfordert Übung und ständigen Gebrauch, da sonst die Orte und Routen verblassen und verloren gehen.

Literatur

Stangl, W. (2014). Stichwort: ‚Gedächtnispalast. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
WWW: https://lexikon.stangl.eu/18616/gedaechtnispalast (2014-11-07)

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