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Fremdsprachen: Lernmethoden für Erwachsene

Eine Möglichkeit ist die »total physical response« (ganzkörperliche Reaktion), wobei hier Sprechen und Handeln stets Hand in Hand gehen. Zum Beispiel sagt der Lehrer „Steh auf!“, steht auf und die Gruppe tut dasselbe. Niemand muss in der Fremdsprache sprechen, bevor er bereit ist, dies zu tun.
Eine Weiterentwicklung dieser Methode ist „TPR Storytelling“ – hier liegt der Schwerpunkt auf dem Lesen, Hören und Erzählen von Geschichten. Neue Ausdrücke werden zunächst mit Gesten und persönlichen Fragen eingeführt und dann immer wieder in eigenen Kurzgeschichten verwendet. Erklärungen zur Grammatik werden nur in Kurzform gegeben, die so genannte „Pop-up-Grammatik“.
Bei allen Arten von Gruppenunterricht gibt es jedoch das grundsätzliche Problem, dass die Methode, die bei einer Person funktioniert, bei einer anderen nicht funktionieren muss.
Die härteste Sprachschule der Welt, das Foreign Service Institute (FSI) in Arlington, Virginia, bereitet seit mehr als 70 Jahren Diplomaten auf ihre Auslandseinsätze vor. Zur Jahrtausendwende fasste das FSI die Erkenntnisse aus 50 Jahren Sprachtraining zusammen. Der Unterricht findet hier in kleinen Gruppen von bis zu sechs Personen für leichte Sprachen wie Spanisch und maximal vier Personen für schwierige Sprachen wie Arabisch und Chinesisch statt. Die Lehrer sind in der Regel Muttersprachler, aber mindestens einer von ihnen sollte die betreffende Fremdsprache als Erwachsener gelernt haben. Auf diese Weise wissen sie aus eigener Erfahrung, wie man beim Lernen strategisch vorgehen muss.

Literatur

https://www.spektrum.de/news/wie-erwachsene-am-besten-fremdsprachen-lernen/2041930 (22-09-11)

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