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Deklaratives und prozedurales Gedächtnis

Es gibt zwei Arten des Gedächtnisses, das deklarative und das prozedurale Gedächtnis: Das deklarative Gedächtnis speichert alle Fakten und Ereignisse, die verbalisiert und bewusst erinnert werden können und wird daher auch als Wissensgedächtnis bezeichnet. Wenn ein Teil davon nicht mehr gebraucht wird, z.B. eine Fremdsprache, die man in jungen Jahren gelernt hat und dann lange Zeit nicht benutzt, gerät es zunehmend in Vergessenheit, weil die bestehenden Netzwerke brüchig werden. Das liegt auch daran, dass das deklarative Gedächtnis im Hippocampus liegt und etwa ab dem 20. Lebensjahr um ein Prozent pro Jahr schrumpft. Fähigkeiten, Gewohnheiten oder Verhaltensweisen wie Bewegungsabläufe beim Sport, Kochen oder Musizieren werden im prozeduralen Gedächtnis gespeichert, das sich nach einiger Zeit des Übens so verfestigt, dass es auch nach längerer Pause wieder abgerufen werden kann, d.h. eine demenzkranke Frau weiß vielleicht nicht mehr, was ein Kaiserschmarren ist, aber wenn man mit ihr die Schritte des Kochens beginnt, kann sie sich wieder daran erinnern. Dem natürlichen Abbauprozess des Gehirns kann jedoch durch ausreichend Bewegung entgegengewirkt werden.

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