Zum Inhalt springen

Lerntipps, kurz und kompakt


Hören Sie hinein in die neueste Folge unseres Podcasts:

Empfehlen Sie unsere Podcasts weiter! 


Zuerst einmal ist es wichtig, den Mythos der festen Lerntypen (wie „nur auditiv“ oder „nur visuell“) zu vergessen – wissenschaftlich gesehen bringt es viel mehr, alle Sinne anzusprechen, also mal zu lesen, mal ein Video zu schauen und mal zuzuhören. Damit das Gelernte auch wirklich im Langzeitgedächtnis landet, ist ausreichend Schlaf unverzichtbar, da das Gehirn nachts die Informationen sortiert. In den Lernpausen solltest du das Handy konsequent weglegen, da die Reize von TikTok und Co. den Speicherprozess stören; gönn dir stattdessen lieber Bewegung oder einen Tee.

Beim Lernen selbst solltest du auf aktive Methoden setzen, statt nur passiv Texte zu markieren oder Zusammenfassungen zu schreiben. Methoden wie Active Recall (Wissen frei aus dem Gedächtnis abrufen), die Feynman-Methode (den Stoff jemandem so erklären, als wäre er fünf Jahre alt) oder das Erstellen von Mindmaps aus dem Kopf fordern dein Gehirn deutlich mehr heraus. Auch das Ausdenken eigener Klausurfragen hilft dir, den Stoff tiefer zu durchdringen, als ihn nur zum zehnten Mal durchzulesen.

Für die zeitliche Planung ist Spaced Repetition der Goldstandard: Wiederhole den Stoff in wachsenden Abständen (z. B. nach 20 Minuten, einem Tag, einer Woche), um dem Vergessen entgegenzuwirken. Achte darauf, ähnliche Fächer nicht direkt nacheinander zu lernen (z. B. nicht zwei Fremdsprachen), um Verwechslungen zu vermeiden. Während die bekannte Pomodoro-Technik oft empfohlen wird, kann sie dich aus dem Flow reißen; versuche stattdessen lieber, 60 bis 90 Minuten konzentriert am Stück zu arbeiten, wenn du einmal richtig drin bist.

Ein paar praktische „Hacks“ können den Unterschied machen: Nutze Gerüche oder Geschmäcker (z. B. ein bestimmtes Parfüm oder Kaugummi) beim Lernen und verwende denselben Reiz in der Prüfung, um dein Gedächtnis zu triggern. Statt zeitfressende neue Dokumente zu erstellen, kannst du auch direkt im Skript arbeiten, Absätze mit nur einem Satz zusammenfassen oder kleine Bildchen zur Visualisierung malen. Auch das Schreiben eines „Fake-Spickzettels“ hilft dabei, den Stoff auf das absolute Minimum zu komprimieren, ohne ihn am Ende wirklich benutzen zu müssen.

Schreibe einen Kommentar