Sind moderne und neuartige Lernmethoden wirklich so modern und neuartig?

So modern und neuartig viele Lernmethoden auch daherkommen, letztendlich sind es nur Variationen der alten Grundprinzipen des klassischesn Lernens, also der grundlegenden Art, wie das menschliche Gehirn Informationen aufnimt, verarbeitet und verfestigt, um sie dann später etwa in einer Prüfung parat zu haben. Häufige Wiederholungen sind sicherlich die einfachste Art, das Gehirn mit Informationen zu füttern, wobei man üblicherweise nie den gesamten Lernstoff aufnehmen kann, sodass es gilt, Zusammenfassungen zu erstellen, was auch dafür sorgt, dass die Informationen nicht nur wiederholt sondern zugleich auch verarbeitet werden. Eselsbrücken und Mnemotechniken können den Verknüpfungsprozess im Gehirn unterstützen, etwa indem Bilder und Geschichten entwickelt werden, die das Gehirn noch mehr aktivieren. Hier helfen Schaubilder, denn in diesen können Zusammenhänge besser dargestellt werden, wobei solche Übersichten immer selber angefertigt werden sollten. Zuletzt kann man durch ein häufiges Sich-selbst-Testen die wohl effektivste Form des Lernens nutzen, denn dabei werden Erinnerung reaktiviert und in der Regel neue Informationen mit alten aktiv verknüpft. Exemplarisch zeigen diese Lerntechniken, dass es beim nachhaltigen Lernen immer darum geht, Informationen erst aufzubereiten und dann zeitlich abgestimmt im Gehirn zu verankern.


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